Villa Beer
Das Haus

Mehr als ein Haus

Der Erker mit Blick in den Garten
Der Erker mit Blick in den Garten
Foto: Studio Huger

Was ist modern? Diese Frage stellte Josef Frank 1930 bei der Wiener Werkbund-Tagung. Wenige Monate später fand sie eine architektonische Antwort in der Villa Beer, einer Ikone der österreichischen Moderne und dem bedeutendsten Werk von Josef Frank gemeinsam mit Oskar Wlach.

Der Entwurf greift den Raumplan von Adolf Loos auf, interpretiert ihn jedoch freier und wohnlicher. Unterschiedlich hohe Räume verbinden sich zu einer vielschichtigen Raumlandschaft geprägt von Bewegung und Blickbeziehungen. Frank beschreibt die zentrale Idee dafür in seinem Essay „Das Haus als Weg und Platz“ - Wohnen als Abfolge von Wegen und Orten, von Bewegung und Verweilen. Im Zentrum des Hauses steht die Treppe, die Orientierung schafft und den Alltag inszeniert.

Die Architektur folgt einer inneren Logik, die sich auch in der Fassade zeigt. Asymmetrisch und reich an Proportionen spiegelt sie die komplexe Raumstruktur des Inneren wider. Innen- und Außenräume gehen fließend ineinander über, Architektur und Ausstattung bilden ein harmonisches Ganzes.

Blick in die Halle und das Musikzimmer
Blick in die Halle und das Musikzimmer
Foto: Studio Huger

Das Haus wurde 1987 unter Denkmalschutz gestellt. Erhaltene Einbauten und Böden wurden von der Villa Beer Foundation sorgfältig restauriert, verlorene Elemente teilweise ergänzt. Auf eine zusätzliche Möblierung wurde bewusst verzichtet, damit die architektonische Wirkung klar erlebbar bleibt.

Die Villa Beer Foundation verfügt über eine Sammlung von Objekten von Josef Frank aus dem Nachlass von Johannes Spalt, die in einem klimatisierten Archivraum aufbewahrt wird und künftig weiter ausgebaut werden soll.

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Die Architekten Josef Frank und Oskar Wlach 
Blog zur restauratorischen Sanierung der Villa Beer

Josef Frank, „Das Haus als Weg und Platz“: